Horrende Rechnungen für unseriöse Notdienste sind leider immer wieder ein Thema, vor allem bei den Schlüsseldiensten gibt es regelmäßig Meldungen über ausländische Anbieter mit Wucherpreisen. Jetzt hat diese Problematik auch die Elektronotdienste erreicht.

Egal ob man vor der eigenen Haustür steht und der Schlüssel steckt noch innen oder ob zuhause alles dunkel bleibt, weil der FI kaputt ist – in solchen Situationen ist schnelle Hilfe gefragt. Oft wird dabei im Internet der erstbeste und vermeintlich billigste Anbieter bestellt. Die böse Überraschung folgt dann, wenn es um das Bezahlen geht. Leider ist der erstbeste Anbieter oft nicht der beste und heimische Internetadresse bedeutet noch lange nicht, dass es sich auch um ein heimisches Unternehmen handelt.

Unseriöse Anbieter, oft Briefkastenfirmen aus dem Ausland, nutzen diese Notsituationen schamlos aus und verrechnen wahre Horrorpreise. Üblicherweise wird dann auch gleich sofortige Bezahlung vor Ort vereinbart, was es mehr oder minder unmöglich macht, die zu viel bezahlten Kosten zurück zu bekommen.

"Die Medienberichte der letzten Tage zeigen damit wieder deutlich, wie wichtig es ist, auf heimisches Handwerk zu setzen und nicht auf Lockangebote im Internet. Ein seriöser Betrieb hätte vorab bei einer Besichtigung eine nachvollziehbare Kostenschätzung abgegeben", betont Gerald Wendlinger, Innungsmeister-Stellvertreter der steirischen Landesinnung der Elektrotechniker. "Der für den Kunden immer greifbare Elektriker aus der Umgebung denkt dabei nicht an das schnelle Geld des Einmalauftrages, sondern an die dauerhafte Kundenzufriedenheit. Natürlich müssen auch unsere Betriebe die höheren Personalkosten für einen Nacht- oder Wochenendeinsatz weitergeben, diese Mehrbelastungen werden aber von seriösen Unternehmen immer transparent vorab kommuniziert."

Graz, 29. August 2016

Rückfragehinweis:

Dr. Bernd Haintz
WKO Steiermark
Sparte Gewerbe
T 0316 601-364
E [email protected]