Konsequent verhandelt und durchgesetzt: Selbstständigen bleibt mehr in der Tasche. SVA-Mindestbeiträge für Selbstständige werden ab Jänner 2016 von 724 Euro auf 406 Euro gesenkt!

Die WKO und die Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) haben mit den politisch Verantwortlichen lange um die Senkung gerittert und jetzt gewonnen. Die Bundesregierung hat die Mindest-Sozialversicherungsbeiträge im Rahmen der Steuerreform beschlossen, die am 1. Jänner 2016 in Kraft tritt.

Die Senkung der Mindestbeitragsgrundlage für Selbstständige auf das Niveau der Arbeitnehmer bedeutet eine Gleichstellung und vor allem eine spürbare finanzielle Entlastung für Geringverdiener. Selbstständige mit geringem Einkommen werden ab dem Stichtag monatlich nur noch rund 30 Euro statt bisher mindestens 55,40 Euro an Krankenversicherungsbeiträgen zahlen, und das bei gleicher Leistung. Unter dem Strich bedeutet das eine jährliche Ersparnis von bis zu ca. 290 Euro. Gesamt gesehen eine jährliche Entlastung von 40 Millionen Euro für Österreichs Selbstständige.

Für WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk ist dies eine mehr als gerechtfertigte Entlastung aller Klein- und Kleinstunternehmer. Es bedeutet einen großen Schritt in Richtung mehr Fairness gegenüber den Leistungsträgern unseres Landes. Gerade diese Mikrozellen unserer Ökonomie sind wichtige Rädchen, die den Motor Wirtschaft in der Steiermark antreiben. Unsere Experten haben konsequent verhandelt und unsere Forderung durchgesetzt.

Ein Blick in die Zukunft: Auch die Absenkung der Mindestbeitragsgrundlage in der Pensionsversicherung auf die Geringfügigkeitsgrenze ist in greifbarer Nähe, sie soll ab 1. Jänner 2018 realisiert werden. Eine vollständige Angleichung an diese Grenze wird voraussichtlich mit 1. Jänner 2022 erreicht.